Der ultimative Leitfaden zu paternostern

Bei Relevator verkaufen wir Lagerautomaten und andere Arten der Lagerautomatisierung – in diesem nützlichen und umfassenden Leitfaden geben wir nun so gut wie unser gesamtes Wissen über paternoster weiter.
Finden Sie direkt über das Inhaltsverzeichnis das Gesuchte oder arbeiten Sie sich durch den Leitfaden, um sich ein detailliertes Bild von Lagerkarussells – wie sie auch genannt werden – zu machen.
In diesem Leitfaden tun wir unser Bestes, um Ihnen zu helfen, alles rund um die Funktionsweise eines Paternoster wie es funktioniert, warum Unternehmen sich für diese Technologie entscheiden, wie eine Maschine aufgebaut ist und was man vor einem möglichen Kauf beachten sollte – viel Spaß beim Lesen!

Was ist ein Paternoster?

paternoster ist ein Produkt aus dem Bereich der Materialwirtschaft und Lagerautomatisierung, das die Höhe der Maschine nutzt, um auf kleiner Fläche große Mengen an Waren zu lagern. Das Prinzip basiert im Wesentlichen auf derselben Konstruktion wie ein Riesenrad – Lagerregale, die sich wie ein Karussell auf einem festen Rahmen bzw. einer festen Achse drehen. Aus diesem Grund werden paternoster manchmal auch als Lagerkarussells bezeichnet.

Die Lagerregale in einem paternoster-System drehen sich auf Auslegern, wodurch die in den Regalen gelagerten Waren stets waagerecht gehalten werden. Über das Bedienfeld der Maschine kann man angeben, von welchem Regal man Waren entnehmen möchte; das Regal dreht sich dann zur Öffnung der Maschine, wo sich die Waren und Produkte leicht entnehmen lassen.

Der Name „Paternoster“ leitet sich vom christlichen Ausdruck „Pater Noster“ (Vaterunser) ab – einer Gebetskette mit Perlen, die beim Beten verwendet wird. Spätere Verwendungen des Begriffs „Paternoster“ waren beispielsweise verschiedene Arten von Schaufelrädern (Schaufelräder, die sich auf einer Achse bewegen) oder Personenaufzüge, die genau wie Karussells funktionierten, sogenannte Paternosteraufzüge. In Schweden ist der Begriff für genau dieses Produkt im Bereich Materialfluss/Lagerautomatisierung weit verbreitet.

Welche Hersteller von Paternoster gibt es?

Paternoster werden weltweit sowohl von großen als auch von kleinen Anbietern hergestellt. Die weltweit bekanntesten Hersteller sind Kardex Remstar und Hänel, die beide ihren Sitz in Deutschland haben (Kardex hat jedoch seinen Hauptsitz in der Schweiz). Kardex verfügt seit langem über eine starke und stabile Organisation in Schweden, während Hänel über Vertretungen im Land etabliert ist.

Neben den oben genannten Herstellern war Constructor in der Vergangenheit ein bedeutender Akteur im Bereich der Paternoster. Seit 2023 stellt Constructor keine Paternoster mehr her, sondern konzentriert sich stattdessen auf seine Lagerlifte. Es gibt nach wie vor sowohl Fachwissen im Bereich Wartung als auch Ersatzteile für die Paternoster von Constructor zu erwerben.
Auf dem schwedischen Markt geben vor allem die oben genannten Anbieter den Ton an, doch weltweit gibt es auch Maschinen von Herstellern wie z. B.:

  • Jungheinrich
  • Daifuku
  • Linnex
  • Vidir
  • Alba
  • u. a.

Wie ist ein Paternoster aufgebaut?

Bevor wir auf die Vorteile und konkreten Anwendungsbereiche von paternoster- und Lagerkarussell-Anlagen eingehen, wird im Folgenden beschrieben, wie die Maschine an sich aufgebaut ist. Im Grunde ist die Konstruktion relativ einfach, was zur Robustheit und Betriebssicherheit dieses Maschinentypes beiträgt. Vereinfacht gesagt besteht eine Maschine aus folgenden Komponenten:

  • Giebel
  • Grundregale (Carriers)
  • Abdeckbleche
  • Maschinenöffnung
  • SPS/Bedienfeld
  • Motor

Giebel

Die Seitenwände bilden den Rahmen eines paternoster-Aufzugs und bilden die Grundstruktur der Maschine.
An diesen Rahmen werden alle anderen Teile eines paternoster befestigt.
Dieses Maschinenteil bestimmt im Wesentlichen zwei Dinge: die Höhe der Maschine und ihre Lagerkapazität.

Höhe der Maschine

Die Höhe eines Paternoster-Aufzugs hängt vollständig von der Höhe der Stirnwände ab. Anders als beispielsweise ein Lagerlift lässt sich ein Paternoster-Aufzug nicht anheben oder absenken, da es sich um eine feste Konstruktion handelt. Aus diesem Grund ist es beim Kauf eines gebrauchten Aufzugs immer wichtig, eine Höhe zu finden, die so gut wie möglich zur eigenen Deckenhöhe passt.

Wenn man ein neues Lagerkarussell kauft, kann man dessen Höhe in der Regel in Schritten von 25 bis 50 mm anpassen.

Die maximale Höhe eines Paternoster-Aufzugs beträgt je nach Hersteller in der Regel etwa 10 Meter

Speicherkapazität des Geräts

Es gibt noch weitere Faktoren als die Stirnwände der Maschine, die die Lagerkapazität eines paternoster-Lagers bestimmen, insbesondere die Regalböden selbst – doch die Stirnwände sind keineswegs unwichtig.

Die Stirnwände sind nicht nur in einer bestimmten Höhe erhältlich, sondern auch in verschiedenen Tiefen. Die Tiefe der Stirnwände bestimmt wiederum, wie tiefe Ablageböden am Rahmen befestigt werden können – und damit letztlich die Lagerkapazität sowohl in Bezug auf die Fläche (m²) als auch auf das Volumen (m³).

Die Tiefe der Stirnseiten liegt meist zwischen 1 250 mm (schmalste Variante des paternoster) und 1 750 mm (tiefste Variante).

Ein weiterer wichtiger Aspekt, bei dem die Stirnwände die Tragfähigkeit der Maschine beeinflussen, ist ihre Dicke. Die Dicke der Stirnwände ist für den Anwender normalerweise kein Thema, doch für das Verständnis der Maschinenkonstruktion wird diese daran angepasst, wie schweres Gut die Maschine bewältigen soll und wie hoch die Maschine ist. Eine hohe Maschine, die schweres Gut bewältigen soll, benötigt natürlich etwas dickeres Stahlblech in der Grundkonstruktion.

Regale (Carriers)

Die Lagerregale in einem paternoster-System werden in der Branche oft als „Carrier“ bezeichnet. Die Konfiguration der Carrier in einem paternoster-System ist ein zentraler Faktor für die Beurteilung der Lagerkapazität der Anlage hinsichtlich Fläche, Volumen und Gewicht. Die Kapazität eines Carriers basiert auf fünf wesentlichen Merkmalen:

  • Breite des Trägers
  • Die Tiefe des Trägers
  • Höhe des Trägers (Pitch)
  • Anzahl der Zwischenböden
  • Maximale Tragkraft des Transportmittels

Breite des Trägers

Bei der Auswahl eines paternoster ist die Maschinenbreite neben der Höhe der Maschine vielleicht das wichtigste Maß, das es zu berücksichtigen gilt. Die Maschinenbreite bestimmt die Breite der Regalböden und ist somit ein entscheidender Faktor für die Erzielung einer maximalen Lagerkapazität.

Die Förderer für einen paternoster sind oft in Standardabmessungen erhältlich, und sofern keine Sonderanfertigung bestellt wird, gelten die unten aufgeführten ungefähren Maße, die verschiedene Hersteller üblicherweise anbieten.

  • 2 250 mm
  • 2 450 mm
  • 2 650 mm
  • 2 850 mm
  • 3.050 mm
  • 3.450 mm
  • 3.650 mm
  • 4 000 mm

Die Tiefe des Trägers

Die Tiefe des Trägers ist natürlich das zweite Maß, das die Lagerkapazität des paternoster-Systems in Bezug auf die Lagerfläche (m², Trägerbreite × Träger-Tiefe) bestimmt. Die Tiefe eines Trägers ist meist in drei verschiedenen Größen mit den folgenden ungefähren Maßen erhältlich:

  • 400 mm (370 mm – 420 mm, je nach Hersteller)
  • 500 mm (470 mm – 520 mm, je nach Hersteller)
  • 600 mm (620 mm – 6240 mm, je nach Hersteller)

Die Tiefen sind oft so ausgelegt, dass sie gut mit den Standardgrößen verschiedener Arten von Lagerkästen harmonieren.

Höhe des Trägers (Pitch)

Die Höhe des Trägers wird in der Branche oft als „Pitch“ bezeichnet. Der Pitch ist ein sehr wichtiges Maß bei der Auswahl eines paternoster-Lagers, da er bestimmt, welche maximale Höhe die in der Anlage gelagerten Güter haben können. Ein Träger in einem paternoster-Lager hat festgelegte Abmessungen, und alle Grundregale in der Anlage bewegen sich dicht übereinander bzw. untereinander.

Im Gegensatz zu einem Lagerlift, der unterschiedliche Ladungshöhen automatisch erkennen kann, gibt es bei einem paternoster also eine maximale Höhe, die vom Carrier-Abstand abhängt. Übliche Carrier-Höhen sind z. B.:

  • 250 mm
  • 300 mm
  • 350 mm
  • 400 mm
  • 450 mm
  • 500 mm

Wenn man über den Carrierpitch spricht, ist es wichtig zu beachten, dass man überprüfen muss, ob es sich bei dem vom Lieferanten/Hersteller angegebenen Maß um das Außenmaß des Grundregals handelt oder ob es sich tatsächlich um das Maß handelt, das die maximale Höhe des Lagers angibt.

Der Abstand zwischen den Regalböden bestimmt, wie viele Grundböden in das Paternoster-Regal passen und wie viele Zwischenböden bzw. Grundböden jeweils Platz bieten. Ein 8 Meter hohes Paternoster-Regal mit einem Abstand von 250 mm zwischen den Regalböden kann natürlich mehr Regalböden aufnehmen als eines, bei dem der Abstand zwischen den Grundböden 450 mm beträgt.

Anzahl der Zwischenböden

Eine weitere wichtige Komponente eines paternoster-Lagers sind die sogenannten Zwischenböden. Zwischenböden sind ganz einfach zusätzliche Böden, die in die jeweiligen Träger/Grundböden eingesetzt werden können – eine effektive Möglichkeit, mehr Lagerfläche zu schaffen und die Anzahl der Lagerplätze im paternoster-Lager zu erhöhen.

Eine gängige Aufteilung sieht beispielsweise so aus, dass ein Regalträger mit einer Höhe von 350 mm zwei zusätzliche Fachböden aufnehmen kann – so entsteht ein Regalträger mit drei Fachböden, wobei jeder Fachboden Platz für einen Lagerkasten oder Güter mit einer maximalen Höhe von ca. 100+ mm bietet.

Berechnung der Speicherkapazität

Unter Berücksichtigung der oben genannten Komponenten (Trägerbreite, Trägertiefe, Trägerhöhe/Abstand, Anzahl der Zwischenböden) lässt sich die Kapazität eines Paternoster-Lagers sowohl in Fläche (m²) als auch in Volumen (m³) berechnen. Die folgende Tabelle enthält einige Beispiele gängiger Modelle. Wenn Sie Hilfe bei ähnlichen Berechnungen benötigen, können Sie sich gerne an uns wenden!

Modell

Kardex Megamat RS 350.1.3250.5.381.31

Constructor IPN8*2-520-341-4100/22-5490

Hänel Rotomat 956

Maschinenhöhe

6.700 mm

5.490 mm

7.760 mm

Maschinenbreite

3.875 mm

4 800 mm

3 420 mm

Maschinentiefe

1 571 mm

1 700 mm

1 670 mm

Standfläche der Maschine

6 m²

8,2 m²

5,7 m²

Trägerbreite

3 250 mm

4 100 mm

2 870 mm

Tragschichttiefe

528 mm

520 mm

640 mm

Lagerhöhe / Pitch (freie Lagerhöhe)

350 mm

340 mm

450 mm

Anzahl der Fluggesellschaften

31 Stück

22 Stück

27 Stücke

Anzahl der Zwischenböden

62 Stück, insgesamt 93 Regalböden

22 Stück, insgesamt 44 Regalböden

10 Stück, insgesamt 37 Stück stapelbare Regalböden

Lagerfläche (m²)

159,6 m²

93,8 m²

68 m²

Lagerkapazität (m³)

18,6 m³

10,3 m³

22,1 m³

Maximale Tragkraft des Transportmittels

Die maximale Tragkraft eines Trägers hängt oft von der Motorleistung des paternosterartigen Aufzugs ab, doch auch die Konstruktion selbst und die Anzahl der Zwischenböden spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Da Zwischenböden ein gewisses Eigengewicht haben, gilt in der Regel: Je mehr Zwischenböden ein Träger hat, desto geringer ist das zulässige Gewicht der Ladung in diesem Träger.

Übliche Höchstlasten für einen Gabelstapler liegen oft beispielsweise bei 300 kg, 400 kg oder 500 kg. Als Faustregel gilt: Ein Lastenträger mit einer Tragkraft von über 300 kg bedeutet, dass sich die allermeisten Betriebe keine großen Sorgen wegen einer Überladung machen müssen. Wenn man jedoch weiß, dass man relativ schweres Gut transportiert, z. B. verschiedene Stahlteile, Werkzeuge usw., sollte man dennoch vorsichtig sein.


Nachfolgend finden Sie ein Beispiel, das die maximale Tragkraft eines Kardex-Paternoster-Regals veranschaulicht. Hier sieht man beispielsweise, dass es auch verschiedene Arten von Zwischenböden gibt:

  • Selbsttragende Regale – diese sind etwas massiver und schwerer, benötigen aber keine Stützbleche, um zu stehen.
  • Einfachere Blechregale, die leichter sind, wodurch ein höheres Ladungsgewicht möglich ist, jedoch Verstärkungsbleche benötigen, damit sie sich nicht verbiegen.

Abdeckbleche

Sobald bei einem Paternostewerk die Stirnwände aufgestellt und die Laufrollen montiert sind, wird die Konstruktion mit Blechen, sogenannten Abdeckblechen, verkleidet. Die Hauptfunktion der Abdeckbleche besteht darin, die Maschine zu umschließen, damit sie sicher und ansprechend aussieht, aber auch, um die Konstruktion in gewissem Maße zu stabilisieren.

Was man beim Kauf gebrauchter paternoster-Anlagen in Bezug auf die Abdeckbleche beachten sollte, ist, zu überprüfen, ob keine

Es fehlen Platten. Wenn Maschinen zuvor paarweise oder in Gruppen aufgestellt waren und dann versetzt werden, können manchmal Platten fehlen, wenn man den paternoster einzeln aufstellen möchte. Platten lassen sich ersetzen, können jedoch relativ kostspielig sein, wenn sie beim Hersteller bestellt werden müssen.

Maschinenöffnung

Die Maschinenöffnung oder einfach „Öffnung“ eines paternoster erfüllt eine zentrale Funktion, da dort die Waren sowohl in die Maschine eingelagert als auch aus ihr entnommen werden. In Bezug auf die Maschinenöffnung gibt es einige wichtige Aspekte:

Sicherheit

In der Öffnung befindet sich das wichtigste Sicherheitssystem des paternoster-Systems – der Lichtvorhang. Der Lichtvorhang besteht aus Lasersensoren, die horizontal über die gesamte Öffnung verlaufen und dafür sorgen, dass weder Gegenstände noch Arme, Hände oder Finger in die Regale gelangen können, während sich das paternoster-System dreht.

Sollte man einen Finger, Gegenstände oder eine Kiste in den Lichtvorhang halten, der plötzlich unterbrochen wird, hält der paternoster sofort an.

Höhe der Öffnung

Ein häufig vorgebrachtes Argument für die Lagerung von Waren in einem Lagerautomaten wie einem paternoster ist, dass der Bediener/Kommissionierer ergonomisch arbeiten kann – dies setzt voraus, dass sich die Öffnung der Maschine in einer geeigneten Höhe befindet.

Standardmäßig befindet sich die Öffnung eines paternoster-Aufzugs etwa 1 Meter über dem Boden.

Bei der Bestellung eines neu gefertigten Paternoster-Aufzugs kann die Höhe der Öffnung angepasst werden. Wenn die Öffnung des Aufzugs angepasst wird, geht es meist darum, dass der Paternoster-Aufzug beispielsweise in einer Vertiefung im Boden platziert wurde und man daher die Öffnung etwas höher haben möchte.
Das kann zum Beispiel auch daran liegen, dass man Produkte hat, die mit einem bestimmten Flurförderzeug oder Materialwagen transportiert werden müssen

Schreibtisch

Die Arbeitstische in der Öffnung sind die Tische, die horizontal in einer Linie mit der Öffnung hervorstehen und beim Ein- und Ausbringen von Produkten in die bzw. aus der Maschine als Stütze und Arbeitsfläche dienen.

Der Arbeitstisch ist in der Regel 300 mm tief und aus Blech gefertigt. Bei der Messung der Tiefe einer Maschine wird die Tiefe des Arbeitstisches oft nicht mitgerechnet; bitte beachten Sie dies, wenn Sie sich eine Paternose-Maschine ansehen. Eine Maschine mit einer Tiefe von z. B. 1.600 mm hat also oft eine Tiefe von 1.900 mm einschließlich des Arbeitstisches.

Der Arbeitstisch ist sowohl bei der Einlagerung als auch bei der Kommissionierung sehr praktisch, da man ihn herausziehen und eventuelle Lagerkästen, mit denen das paternoster-System gefüllt ist, während der Warenbearbeitung auf dem Arbeitstisch abstellen kann.

Es ist möglich, den Arbeitstisch mit verschiedenen Oberflächenausführungen auszustatten, falls man aus irgendeinem Grund Produkte hat, die gegenüber bestimmten Materialien empfindlich sind. So kann der Arbeitstisch beispielsweise mit einer Kunststoff- oder Plexiglasoberfläche abgedeckt werden, wenn die Produkte keinen Kontakt mit anderem Metall haben dürfen. Ebenso ist es möglich, den paternoster ohne Arbeitstisch zu installieren.

SPS/Bedienfeld

Die SPS oder das Bedienfeld, wie es auch genannt wird, ist der in die Maschine eingebaute „Computer“, der die Steuerung der Maschine ermöglicht. Die manuelle Steuerung eines Paternoster-Systems bedeutet in den meisten Fällen, dass man eingibt, welches Tablar in der Öffnung der Maschine präsentiert werden soll.

Über das Bedienfeld hat man auch Zugriff auf verschiedene Einstellungen und Informationen zur Maschine, die für einen normalen Bediener meist nicht von Bedeutung sind.
Das Bedienfeld befindet sich in der Regel über der Maschinenöffnung, seitlich davon oder in einem separaten Gehäuse, z. B. an einem Steuerkasten oder Ähnlichem.

In manchen Fällen bietet die SPS/das Bedienfeld etwas mehr Systemunterstützung, wie beispielsweise die Möglichkeit, Artikelnummern und Lagerbestände zu verwalten. Wir empfehlen selten, diese Funktionalität zu nutzen; es funktioniert besser, einen normalen PC neben der Maschine aufzustellen und Bestände usw. weiterhin im eigenen WMS-System zu verwalten. Wenn Sie mehr über die Steuerung und Integration von Lagerautomaten und Paternoster erfahren möchten, können Sie hier mehr darüber lesen hier.

Motor

Paternosterwerk Der Motor kann entscheidend dafür sein, wie schweres Material in die Maschine geladen werden kann. Ein größerer Motor ermöglicht nicht nur den Transport schwererer Lasten, sondern bestimmt oft auch die Robustheit der übrigen Komponenten der Anlage, z. B. die Stärke der Stirnwände und die maximale Tragfähigkeit der Förderbänder (wie im vorigen Abschnitt beschrieben).

Für Kardex werden beispielsweise der Motortyp und die Leistung in der folgenden Modellangabe beschrieben

  • Kardex Megamat RS 180
  • Kardex Megamat RS 350
  • Kardex Megamat RS 650

Etwas vereinfacht ausgedrückt können die oben genannten Modelle 180 kg, 350 kg bzw. 650 kg pro Träger/Grundregal tragen. Die maximale Tragfähigkeit eines paternoster-Systems hängt jedoch, wie bereits erwähnt, von mehr Parametern als nur dem Motor ab.

Maschinenbreite, Anzahl der Zwischenböden, Maschinenhöhe und Motorleistung können sich gegenseitig beeinflussen; Beispiele dafür, wie die Kapazität einer Maschine am paternoster-System selbst veranschaulicht wird, finden Sie weiter unten. Die Hersteller stellen in der Regel auch übersichtliche Tabellen auf ihren Websites zur Verfügung.

Zubehör für Paternoster

Neben den Standardkomponenten eines paternoster-Systems gibt es eine Reihe von Optionen für die Maschinen, die oft bereits bei Gebrauchtmaschinen vorhanden sind oder bei der Bestellung eines neuen Systems angepasst werden können. Nachfolgend sind einige gängige Lösungen und Optionen aufgeführt:

Maschinenklappe

Der Kauf einer Maschinenklappe für ein Lagerkarussell ist eine sehr gängige Lösung. Die Maschinenklappe ermöglicht es, die Öffnung an der Anlage wieder zu verschließen, entweder automatisch oder manuell. Mit der Klappe als Lösung werden bessere Voraussetzungen geschaffen, um zu verhindern, dass Schmutz und Staub in die Maschine gelangen, wenn diese nicht in Betrieb ist.

Eine Klappe an den Lagerautomaten kann auch nützlich sein, um wertvolle Güter einzuschließen und so Verluste bzw. Diebstähle zu verringern.

LED-Leiste

Eine beliebte Zusatzausstattung, die sowohl die Geschwindigkeit als auch die Sicherheit beim Kommissionieren aus einem paternoster-System erhöht, ist die sogenannte „LED-Leiste“. Die LED-Leiste ist eine Lichtleiste, die in die Öffnung des Maschinentisches eingearbeitet ist und mittels LED-Licht und Text Informationen anzeigen kann, die die Arbeit des Bedieners vereinfachen und beschleunigen.

Am häufigsten wird die Liste dazu verwendet, deutlich anzuzeigen, von welcher Stelle im Regal die Ware entnommen werden soll. Es ist auch üblich, dass neben der Angabe des Entnahmestandorts auch beispielsweise die Artikelbeschreibung und die zu entnehmende Menge vermerkt werden – so wird das Risiko von Kommissionierfehlern verringert.

ESD-Design

Wenn Sie mit Produkten arbeiten, die empfindlich gegenüber statischer Elektrizität sind, können Sie ESD-geschützte paternoster bestellen. Die Komponenten der Maschine werden durch ESD-geschützte Alternativen ersetzt, und vor allem sind auch ESD-geschützte Schränke und Einbauten für den paternoster erhältlich.

Doppelte Öffnungen

Eine weitere mögliche Option für paternoster ist die Verwendung doppelter Öffnungen, d. h. zwei Aufzugsschächte auf unterschiedlichen Höhen. Dies kann eine sehr praktische Option sein, wenn man einen paternoster beispielsweise auf zwei verschiedenen Etagen nutzen möchte. Eine Öffnung auf Bodenhöhe und eine auf Mezzanine-Ebene ist eine gängige Anwendung.

Wie wählt man den richtigen paternoster aus?

Wenn man sich entschieden hat, in einen oder mehrere paternoster zu investieren, gibt es natürlich eine Vielzahl von Argumenten für unzählige verschiedene Konfigurationen, Modelle und Typen; im Folgenden finden Sie jedoch unsere wichtigsten Empfehlungen.

Maschinenabmessungen

Die häufigste und offensichtlichste Voraussetzung für den Kauf eines paternoster ist die Beschaffenheit der Immobilie.

Um den Nutzen eines Lagerautomaten zu maximieren, versucht man stets, so viel Höhe wie möglich auszunutzen. Als Faustregel gilt, dass man tatsächlich eine Maschine kaufen kann, die nur 50 mm unter der maximalen Deckenhöhe liegt. Denken Sie daran, bei der Messung vom tiefsten Punkt der Decke auszugehen, falls Sie beispielsweise eine schräge Decke haben.

Nach der Höhe ist die Breite das nächste wichtige Maß, das es zu berücksichtigen gilt. Der Unterschied zwischen einem schmalen und einem breiten paternoster kann bis zu 1,75 Meter betragen – die Lagerkapazität einer Maschine mit 4.000 mm breiten Trägern ist um 70 % höher als bei einer Maschine mit 2.250 mm breiten Trägern. Wenn Sie genügend Platz haben, empfehlen wir Ihnen, einen möglichst breiten paternoster zu wählen.

Was die Tiefe eines paternoster betrifft, so beträgt der Unterschied in den Außenmaßen zwischen einem tiefen und einem flachen Gerät höchstens 500 mm. Die Träger/Grundregalböden sind in den Tiefen 400 mm, 500 mm und 600 mm erhältlich – der maximale Unterschied zwischen einem flachen und einem tiefen Gerät beträgt somit 50 %. Auf dem Gebrauchtmarkt sind paternoster mit 400 mm tiefen Trägern sehr selten. Wenn Sie also eine Maschine finden, die in Höhe und Breite passt, sollten Sie sich nicht blind auf dieses Maß versteifen.

Kapazität

Lagerfläche

Bei der Auswahl eines paternoster ist die Abstimmung Ihres Kapazitätsbedarfs auf die Kapazität der Maschine vielleicht der wichtigste Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt.

Das häufigste Szenario in einem vollständig manuell betriebenen Lager sind Regale, die mit Lagerkästen gefüllt sind. Diese Regale sind kompakt, reichen jedoch meist nicht höher als 2 bis 2,4 Meter. Ein Paternoster ist ebenso kompakt wie diese Regale, nutzt jedoch die Deckenhöhe aus und spart dadurch sehr viel Platz.

Um eine grobe Schätzung Ihres derzeitigen Verbrauchs vorzunehmen, können Sie wie folgt vorgehen:

  • Anzahl der Regalreihen (z. B. 10)
  • Anzahl der Regalfächer pro Reihe (z. B. 4)
  • Anzahl der Regalböden pro Abschnitt (z. B. 5)
  • Abmessungen pro Regal (z. B. 600 mm Tiefe x 1 000 mm Breite)

Das oben abgebildete Regalsystem verfügt über eine Lagerkapazität, die sich wie folgt berechnet:
10 Reihen × 4 Abschnitte × 5 Regalböden × 0,6 m² (600 mm × 1 000 mm) = 120 m²

Diese Kapazität verteilt sich wahrscheinlich auf eine Fläche von ca. 80 m², wie in der folgenden Abbildung dargestellt.

Zum Vergleich kann man die obige Tabelle heranziehen. Die Berechnung ist dieselbe, jedoch unter den Bedingungen eines paternoster:

  • Anzahl der Carrier (z. B. 31)
  • Anzahl der zusätzlichen Zwischenböden (z. B. 62)
  • Abmessungen pro Trägerschiene (z. B. 528 mm x 3 250 mm)

Das oben genannte paternoster verfügt über eine Lagerkapazität, die sich aus der folgenden Berechnung ergibt:

93 Regalböden (Träger + Zwischenböden) × 1,716 m² (528 mm × 3 250 mm) = 159,6 m²

Diese 160 m² können auf einer Grundfläche von nur 6 m² untergebracht werden; die Abmessungen der Maschine betragen 1,57 m x 3,88 m.

Speicherkapazität

Meistens reicht es aus, die Lagerfläche zu berechnen, um einen guten Eindruck davon zu bekommen, wie groß der Lagerbedarf in einem paternoster-System ist. Da paternoster-Systeme für relativ kleine Produkte ausgelegt sind, stellt das Volumen oft kein großes Problem dar; es geht vor allem darum, sehr viele Lagerplätze (manchmal Tausende) auf kleiner Fläche zu schaffen.

Wenn Sie das Stauraumvolumen genauer berechnen möchten, verwenden Sie genau dieselbe Berechnung wie oben für die Staufläche, mit dem Zusatz, dass Sie die Höhe des jeweiligen Regals in die Gleichung einfügen müssen.

Ein mögliches Szenario könnte wie folgt aussehen.

Regal mit 500 mm Abstand zwischen den Regalböden (2,5 Meter hohes Regal):
10 Reihen × 4 Abschnitte × 5 Regalböden × 0,6 m² (600 mm × 1 000 mm) × 0,5 m = 60 m³

Paternoster mit 350 mm Teilung auf dem Träger:
93 Regalböden (Träger + Zwischenböden) × 1,716 m² (528 mm × 3 250 mm) × 0,35 m = 55,85 m³.

Wie Sie im obigen Beispiel sehen können, bietet ein paternoster ein geringeres Volumen in m³ als ein Regal; der Grund dafür ist, dass in einem Regal in der Regel sehr viel Luft zwischen den Regalböden ist, während ein paternoster oft dicht gepackt ist.

Maximale Abmessungen der Ladung

Bei der Entscheidung, welches paternoster-Lagersystem Sie kaufen möchten, sollten Sie die maximalen Abmessungen Ihrer Waren berücksichtigen; dabei ist vor allem die Höhe der Waren, die Sie lagern möchten, entscheidend. Paternoster-Lagersysteme eignen sich hervorragend für die kompakte Lagerung kleiner Produkte auf kleiner Fläche – sollten Sie jedoch etwas sperrigere Produkte haben, passen diese möglicherweise nicht in das System.

Wenn Sie Produkte mit einer Höhe von 300 mm, 400 mm oder vielleicht sogar 500 mm haben, achten Sie bitte besonders genau auf den sogenannten „Pitch“ des Trägers bzw. des Grundregals. Wenn die Maschine einen Pitch von 350 mm hat, ist es schlichtweg nicht möglich, ein Produkt mit einer Höhe von 400 mm zu lagern (es sei denn, es kann natürlich flach hingelegt werden oder ähnliches).

Was die Länge und Tiefe Ihrer Güter angeht, gilt dasselbe: Überprüfen Sie die Abmessungen des Transportwagens bzw. der Grundablage sorgfältig. Es ist zwar letztlich unwahrscheinlich, dass sich alle Güter und alle Abmessungen in einer Maschine unterbringen lassen, aber wenn Sie den Großteil Ihrer Güter in die Maschine einladen können, erweist sich die Investition in der Regel dennoch als lohnenswert.

Gewicht

Vor dem Kauf eines Paternoster-Regals sollte man auch die maximale Tragkraft berücksichtigen. Im Allgemeinen können Paternoster-Regale pro Träger bzw. Grundregal mit maximal 300 kg, 400 kg oder 500+ kg belastet werden – eine Tragkraft, die für die allermeisten Betriebe ausreichend ist.

Wenn Sie wissen, dass Sie relativ schweres Gut haben, können Sie Ihren Bedarf am einfachsten ermitteln, indem Sie auf dem Boden oder auf einem Tisch die Fläche eines Transportwagens oder eines Zwischenregals abmessen. Legen Sie dann das Gut, das Sie lagern möchten, auf die markierte Fläche und wiegen Sie die Produkte – lag das Gewicht über oder unter der maximalen Tragkraft des Transportwagens?

Anzahl der Maschinen

Speicherkapazität

Wenn Sie in erster Linie nach Lagerkapazität suchen, stützt sich die Bewertung fast ausschließlich auf die Berechnungen, die Sie im obigen Abschnitt finden, also auf die Angaben zu Lagerfläche und Lagervolumen. Paternoster lassen sich nicht unbegrenzt groß bauen, und oft stellt die Deckenhöhe in den Räumlichkeiten eines Unternehmens die größte Einschränkung dar.

Unser Beispiel weiter oben betraf einen paternoster mit einer Höhe von 6,7 Metern und einer Gesamtlagerfläche von 160 m² in einem Lager mit einer entsprechenden Deckenhöhe von ca. 6,7 m, in dem der Lagerbedarf jedoch 320 m² beträgt – in diesem Fall kann man ganz einfach davon ausgehen, dass zwei Maschinen benötigt werden.

Pflückeffizienz

Was die Ernteeffizienz angeht, wird die Einschätzung der benötigten Maschinenanzahl sofort komplizierter, doch es gibt einige Richtlinien.

Zunächst einmal lässt sich sagen: Wenn man eine höhere Kommissioniereffizienz anstrebt, sollte man immer zwei oder mehr paternoster anschaffen. Ein paternoster sorgt in erster Linie für erhebliche Platzersparnisse, doch bei Einsatz von zwei oder mehr Anlagen in Kombination mit einem guten WMS/Business-System lassen sich gute Zahlen in Bezug auf die Kommissionierleistung pro Stunde erzielen.

Eine gut durchdachte Kommissionierstrategie mit zwei oder mehr paternostern kann dazu führen, dass ein Lagerarbeiter 100 bis 250 Kommissionierzeilen pro Stunde bearbeiten kann; im Vergleich dazu liegen die Zahlen bei der manuellen Kommissionierung normalerweise bei 50 bis 70 Kommissionierzeilen pro Stunde.

Eine auf maximale Effizienz ausgelegte Kommissionierstation für einen Lagerarbeiter umfasst in der Regel höchstens 3–4 paternoster pro Kommissionierer – mit einer solchen Konfiguration steht der Kommissionierer nie still und wartet auf die Maschinen, sondern hält durchgehend ein hohes Kommissioniertempo aufrecht.

Auswahl eines Herstellers von Paternoster-Anlagen

Die Unternehmen, die paternoster herstellen, sind allesamt seriöse Anbieter mit guten Produkten, doch die Wahl des Lieferanten bzw. Herstellers ist letztlich von entscheidender Bedeutung.

Unser wichtigster Tipp bei der Bewertung des Herstellers lautet: Stellen Sie die Komplexität Ihrer Anforderungen in den Mittelpunkt.

Möchten Sie einen paternoster kaufen, der nur begrenzt genutzt wird und den Sie hauptsächlich aus Platzgründen anschaffen? Dann wird der Hersteller ab dem Tag, an dem die Maschine installiert ist, nur noch eine eher untergeordnete Rolle spielen. Die Produkte sind äußerst zuverlässig, und man benötigt selten Support.

Möchten Sie sechs paternoster kaufen, in denen der Großteil Ihres Lagerbestands untergebracht werden soll, und benötigen Sie Unterstützung bei einer umfangreichen IT-Integration? Dann ist es wichtig, die Kompetenzen des Herstellers gründlich zu prüfen.

Hier sind einige Tipps, was Sie untersuchen sollten:

  • Wie lange beträgt die Lieferzeit des Herstellers für eine Maschine?
  • Wie lange beträgt die Lieferzeit für Ersatzteile beim Hersteller?
  • Wie viele Servicetechniker hat der Anbieter vor Ort?
  • Gibt es einen lokalen telefonischen Support?
  • Verfügt der Hersteller über Erfahrung mit ähnlichen Lösungen, wie wir sie suchen?
  • Gibt es Referenzpersonen, die wir anrufen können, um mehr über ihre Erfahrungen zu erfahren?

Zusammenfassung

Die Investition von Hunderttausenden (oder Millionen) Kronen in ein Lagerkarussell mag wie ein großes Risiko erscheinen, doch unserer Erfahrung nach kommt es äußerst selten vor, dass Kunden und Unternehmen nicht in hohem Maße von ihren paternoster-Anlagen profitieren.

Dieser Leitfaden bietet einen recht umfassenden Überblick über wichtige Informationen und Entscheidungen, die vor dem Kauf eines paternoster-Aufzugs zu treffen sind – aber natürlich gibt es Sonderfälle und Aspekte, die für Sie individuell relevant sind und die Sie genauer untersuchen sollten.

Ganz gleich, ob Sie sich für gebrauchte Produkte interessieren oder Unterstützung bei der Entscheidung zum Kauf eines neuen paternosters benötigen – wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Sie können sich gerne über das Formular, per E-Mail oder telefonisch bei uns melden!

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